Ayatollah Ali Khamenei kam am 28. Februar 2026 bei einem Luftangriff ums Leben.
Der Expertenrat ernannte am 9. März seinen Sohn Mojtaba zum dritten Obersten Führer.
Seit seinem Amtsantritt ist er jedoch weder öffentlich aufgetreten, noch hat er eine Audioansprache veröffentlicht.
Auffällig war sein Fehlen bei der traditionellen nationalen Ansprache zum Nouruz-Fest; es wurde lediglich eine schriftliche Botschaft herausgegeben.
US-amerikanische und israelische Intelligence-Operationen deuten darauf hin, dass Mojtaba bei den anfänglichen Luftangriffen schwere Verletzungen erlitten hat.
Unbestätigten Berichten zufolge ist er möglicherweise handlungsunfähig oder befindet sich in Moskau in medizinischer Behandlung.
In seiner Abwesenheit hat die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) faktisch die Kontrolle über den Staatsapparat übernommen.
Dieser Übergang markiert einen definitiven Wandel von klerikalem Autoritarismus hin zu einer Militärdiktatur.
Das Regime ist nicht in der Lage, einen physisch handlungsfähigen Führer zu präsentieren. Dieses Versagen untergräbt die innenpolitische Legitimität massiv und erschwert die Kriegsstrategie erheblich.
Die zentrale Intelligence-Lücke in Teheran betrifft den physischen Zustand des neu ernannten Obersten Führers Mojtaba Khamenei. Er ist vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden ([Middle East Forum]). Er hielt die traditionelle nationale Ansprache zu Nouruz nicht und hat keine verifizierbaren Medienberichte veröffentlicht ([JNS]). Da der nominelle Staatschef verborgen oder handlungsunfähig ist, kontrolliert nun die IRGC die Regierung ([Middle East Forum]).
Eine militärische Übernahme des iranischen Staates ist derzeit in vollem Gange. Führende Kommandeure, darunter Ahmad Vahidi und Mohammad Ali Aziz Jaffari, orchestrierten den jüngsten Führungswechsel ([Irish Times]). Sie sicherten dieses Ergebnis durch Drohungen gegenüber zivilen und religiösen Amtsträgern. Am 16. März wurde der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Larijani, bei einem Luftangriff getötet ([ISW]). Dadurch wurde eine wichtige moderate Fraktion ausgeschaltet. Der ehemalige Intelligence-Chef Hossein Taeb leitet derzeit die innere Sicherheit und erzwingt die Loyalität der politischen Eliten. Zivile Akteure wie Präsident Masoud Pezeshkian fungieren lediglich als Galionsfiguren ([Middle East Forum]). Sie treten bei öffentlichen Kundgebungen auf, während Militärräte die Kriegsstrategie diktieren. Die rigide Eskalation des Staates spiegelt dieses neue, auf Sicherheit ausgerichtete Regierungsmodell wider.
Der 88-köpfige Expertenrat sieht sich mit einer massiven internen Rebellion bezüglich der dynastischen Machtübergabe konfrontiert ([Iran International]). Während der Dringlichkeitssitzungen setzten sich moderate Kleriker zunächst für den Gelehrten Alireza Arafi ein. Sie wollten verhindern, dass die Republik einer Erbmonarchie gleicht. Militärischer Druck erzwang ein einstimmiges Votum für den aktuellen Führer. Nun keimt der Widerstand wieder auf. Mehrere hochrangige Kleriker stellen aufgrund seiner schweren Verletzungen die Führungsfähigkeit des neuen Oberhaupts aktiv infrage. Diese oppositionellen Fraktionen zirkulieren Vorschläge zur Auflösung des Modells eines alleinigen Führers. Sie plädieren für die Rückkehr zu einem temporären Führungsrat. Ein Bombenanschlag am 3. März zerstörte das Büro des Expertenrats in Ghom. Dieser Angriff hat die Fähigkeit der Institution, sicher zusammenzutreten, massiv beeinträchtigt.
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