Am 24. März wurde die Oppositionsführerin Elene Khoshtaria wegen Sachbeschädigung zu 1,5 Jahren Haft verurteilt, was den 483. aufeinanderfolgenden Protesttag auf der Rustaweli-Allee weiter anheizte. Die Spannungen eskalierten am 25. März weiter, als drei pro-europäische Demonstranten wegen der Blockade von Straßen und Gehwegen in der Nähe des Parlaments zu Verwaltungshaft verurteilt wurden. Die Bereitschaft der Regierung, Demonstranten wegen geringfügiger Verstöße festzunehmen, deutet auf eine zunehmende Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten hin. Die Sicherheitslage bleibt durch internationale diplomatische Spannungen und lokale Kriminalität angespannt. Am 26. März forderte NATO-Generalsekretär Mark Rutte Tiflis auf, auf einen pro-europäischen Kurs zurückzukehren. Unterdessen wurde am 23. März ein Minderjähriger wegen einer falschen Bombendrohung während der Beerdigung von Patriarch Ilia II. formell angeklagt, und die Polizei verhaftete am 24. März einen 55-jährigen Mann wegen eines Doppelmordes in Tiflis. Das Zusammentreffen von politischen Inhaftierungen, anhaltenden zivilen Unruhen und der bevorstehenden Einführung von US-Visa-Kautionen schafft ein äußerst volatiles Einsatzgebiet. Der zuvor beobachtete Verkehrsstillstand infolge der Beerdigung des Patriarchen hat sich aufgelöst, jedoch könnten die für den 28. März erwarteten starken Winde (bis zu 45 km/h) zu lokalen Störungen führen. Für die Schule im Bezirk Samgori gilt: Die Verwaltung muss internationale Studierende anweisen, die Protestzonen rund um die Rustaweli-Allee strikt zu meiden, da die Polizei derzeit Personen bereits bei geringfügigen Verstößen in Gewahrsam nimmt.
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In Tiflis finden seit über 400 aufeinanderfolgenden Tagen Proteste auf der Rustaweli-Allee statt, die sich an Streitigkeiten über die EU-Integration entzünden. Region Alert verfolgt täglich die Protestaktivitäten, die Reaktionen der Polizei sowie die Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb und den Reiseverkehr.
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